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Unternehmensbeitrag / Interview

«Wir fördern die Begeisterung für technische Berufe»

2017

Interivew mit Arthur Glättli, Geschäftsleiter Swissmem Berufsbilung. Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) beschäftigt über 310’000 Menschen und ist die grösste industrielle Arbeitgeberin der Schweiz.

Wie wirbt der Verband Swissmem um neue Mitarbeiter?

Wir setzen auf verschiedenen Ebenen an. Die Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften fördern wir bereits in der Primar- und Oberstufenschule. So sind wir zum Beispiel Teil der Initiative tunSchweiz, unterstützen die Verbreitung didaktischer Materialien wie explore-it und schlagen Brücken zwischen Schulen und Unternehmen. Die Hauptaktivität liegt aber in der Imageförderung und im Marketing für Berufe wie Automatiker/in, Elektroniker/in, Polymechaniker/in, Anlagen- und Apparatebauer/in, Konstrukteur/in und Kaufleute der MEM-Branche. So unterstützen wir beispielsweise Firmen und lokale Organisationen beim Auftritt auf Berufsmessen und die staatlichen Berufsberatungszentren bei der Erarbeitung von Informa­tionsmedien. Es ist für uns wichtig, genügend und geeignete Jugendliche für unsere Lehren zu motivieren. Die Berufe in dieser Branche sind hoch technisiert.

Was tut Swissmem dagegen, dass die Technik die jungen Menschen abschreckt?

Wir setzen uns stark dafür ein, dass die Grundlagen der MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – erlebbar und begreifbar werden. Jugendliche sollten einen kreativen, selbstbewussten und mündigen Zugang zu Technik finden. Ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit von Unternehmen mit lokalen Schulen bildet eine Initiative in der Ostschweiz: Die Schüler können sich im Rahmen dieses Angebots bereits im Unterricht mit technischen Kleinarbeiten auseinandersetzen und später in Betrieben die reale, moderne Arbeitswelt erleben.

Was tut Swissmem gegen einen möglichen Fachkräftemangel?

Alle unsere Massnahmen heben die Attraktivität praxisorientierter Berufe heraus. Mit einem technischen Beruf können Jugendliche die Zukunft mitgestalten und an realen, gesellschaftlich relevanten Lösungen arbeiten. Es ist uns ein Anliegen, Per­spektiven zu vermitteln und auch Weiterbildungen laufend zu fördern. Eine wichtige Dienstleistung stellt die Plattform www.find-your-future.ch dar. Sie vermittelt Aus- und Weiterbildungen in technischen und kaufmännischen Berufen, führt offene Lehrstellen und Jobs auf und zeigt mögliche Karriere­wege.

Was tut Swissmem, um mehr Frauen für die MEM-Branche zu interessieren?

Schon in der MINT-Förderung ist es uns ein Anliegen, dass Mädchen gleichberechtigt und auf ihre Interessen ausgerichtet die Welt der Technik erkunden können. In der Grundbildung zeigen wir auf, dass Frauen für technische Berufe genauso geeignet sind wie Männer und über gute Kar­rie­rechancen verfügen. Schliesslich ist es uns wichtig, flexible Arbeitsmodelle zu fördern und so Frauen spannende Laufbahnen zu ermöglichen.

Im Interview

Arthur W. Glättli
Geschäftsleiter Swissmem
Berufsbilung

www.swissmem.ch
www.find-your-future.ch