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Unternehmensbeitrag / Interview

«Unsere Ärzte sind die besten Lehrer»

2017

Rolf Curschellas ist als Direktor Human Resources Management des Universitätsspitals Zürich verantwortlich für rund 7’850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 6’650 in Vollzeit.

Das Universitätsspital Zürich ist von Studierenden zum besten Arbeitgeber im Gesundheitswesen der Schweiz gewählt worden – wie haben Sie das geschafft?

Wir schaffen das, weil unsere Fachleute – Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachkräfte – bei uns gleichzeitig die besten Lehrer und somit für neue Mitarbeitende attraktiv sind. Wenn Mediziner oder Pflegende bei uns arbeiten, können sie von Spitzenleuten profitieren. Sicher hilft uns für unsere Attraktivität auch die Nähe zur Universität Zürich und zur Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH). Unsere Kaderärzte sind dort in der Forschung aktiv und weltweit vernetzt. Allein die Anstellung bei uns ist eine oft entscheidende Referenz im Lebenslauf unserer Mitarbeitenden.

Das macht die Auszeichnung noch nicht aus. Welche weiteren Aspekte gibt es?

Die guten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten spielen eine grosse Rolle. Weiterhin haben wir eigene Laufbahnentwicklungskonzepte für unsere Ärzte sowie die Pflege und MTT-Fachkräfte entwickelt und bieten dadurch interne Laufbahnperspektiven an.

Wie halten Sie Ihre Mitarbeiter bei Laune, was tun sie gegen die Fluktuation?

Fluktuation ist in der ärztlichen Ausbildung systemimmanent. Ärzte müssen im Rahmen ihrer Weiterbildung zum Facharzt den Arbeitgeber wechseln. Bei den leitenden Medizinern ist die Fluktuation eher gering.Die Fluktuation beim pflegenden Personal rührt aus anderen Gründen. Hier arbeiten 83 Prozent Frauen. Die Familienphase schafft andere Prioritäten, jüngere Mitarbeitende gehen gerne auch mal länger auf Reisen. Auch hier steuern wir durch eine entsprechende Laufbahnentwicklung gegen. Eine Konkurrenz unter den Spitälern gibt es aber bei der Entlöhnung. Als öffentliches Spital sind wir an das Lohnsystem des Kantons Zürich gebunden. Private Krankenhäuser können mehr bezahlen und so Mitarbeitende abwerben. Dagegen bieten wir unseren Ärzten und Pflegenden besondere Arbeitsinhalte, gezielte Weiterbildung, Innovation und universitäre Forschung.

Was unternehmen Sie für die Weiterbildung und Qualifizierung von Ärzten?

Die Weiterbildung vom Assistenzarzt zum Facharzt ist geregelt. Weitere Angebote, die wir unterbreiten können, sind hausinterne Massnahmen, Teilnahme an Kongressen, Kolloquien und die Forschung in Zusammenarbeit mit renommierten Universitäten.

… und was für die Weiterbildung der Pflegefachkräfte?

Wir engagieren uns stark in der Ausbildung. Allein im letzten Jahr befanden sich über 570 Pflegende verschiedener Qualifikationsstufen in einer Ausbildung. Zudem haben wir ein Weiterbildungsbudget, mit dem wir die Weiterbildung der Pflegenden unterstützen. Ärzte und Pflegepersonal stellen über 60 Prozent der Mitarbeitenden, doch auch den anderen, hochqualifizierten Fachkräften, wie Technikern und IT-Spezialisten, bieten wir lukrative Weiterbildungsmöglichkeiten. Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein.

Als öffentliches Spital konkurrieren Sie ja mit den privaten Krankenhäusern. Wie setzen Sie sich hier zur Wehr?

Bei den Löhnen und Anstellungsbedingungen haben wir gegenüber der privaten Konkurrenz gewisse Nachteile. Dafür können wir mit spannenden Arbeitsinhalten, einer qualifizierten Weiterbildung sowie Innovation und Forschung durchaus im Wettbewerb bestehen.

Im Interview

Rolf Curschellas
Direktor
Human Resource
Management
Universitätsspital Zürich
www.usz.ch