Hotelerie

Karriere à la carte

Von Mark Krüger · 2015

Die Schweiz geniesst in puncto Hotelfachausbildung ein erstklassiges Renommee.

Die Hotellerie ist das Rückgrat des Schweizer Tourismus. Um die Qualität zu halten, braucht die Branche Mitarbeiter, die eine Top-Ausbildung genossen haben und bereit sind, sich weiterzuentwickeln.

Die erste Hotelfachschule der Welt wurde 1893 in Lausanne eröffnet. Nicht ohne Grund, entdeckte damals selbst die europäische Bourgeoise die Schweiz als Feriendestination. Zwischen 1888 und 1914 verdoppelte sich die Zahl der Hotels auf etwa 3'500 und mit ihr der Bedarf an qualifiziertem Personal. Daran, wie auch an der Tatsache, dass die Schweiz in puncto Hotelfachausbildung ein erstklassiges Renommee geniesst, hat sich bis heute nichts geändert - auch wenn sich die Tourismusbranche insgesamt in einer Phase des Aufbruchs und der strukturellen Veränderungen befindet, die eine Weiterentwicklung und Professionalisierung und ein ganzheitliches Verständnis von Tourismus und Hospitality erfordert. Mit dem Bachelor of Science in International Hospitality Management und dem Master in Hotelmanagement hat die Branche eine «Akademisierung» der Berufsbildung erfahren - wobei diese etwa vom Verband Hotelleriesuisse zugunsten der dualen, praxisnahen Berufsbildung kritisiert wird.

Am besten von der Pike auf

Von der zweijährigen Ausbildung zum Beispiel zum Küchen- oder Hotellerieangestellten EBA über die dreijährige Berufslehre etwa zum Restaurations- oder Hotelfachmann EFZ, das branchenrelevante Angebot der Grundbildung ist facettenreich und die optimale Basis für die Karriere. Durch höhere Fach- und Berufsprüfungen kann die nächste Stufe der Karriereleiter hinaufgestiegen werden - sei es zum Leiter Hotellerie-Hauswirtschaft, Chef de Réception oder Führungsfachfrau/-mann. Auch Spezialisierungen, etwa zum Sommelier oder im Bereich F&E-Management, sowie eine Weiterbildung zum diplomierten Hotelmanager sind möglich. Wer gerne selbstständig Unternehmen in der Hotellerie führen will, für den bietet sich die Ausbildung zum Hôtelier-Restaurateur an einer Hotelfachschule an. Neben den fachlichen Skills zur Sicherung des Qualitätsanspruchs der Branche, sind von Mitarbeitenden vor allem aber auch soziale Kompetenzen gefragt: Höfliche Umgangsformen, Stressresistenz und Aufgeschlossenheit gegenüber den Gästen sind ein Muss.