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Gastbeitrag

Die richtige Weiterbildung will gut überlegt sein

Von Dr. Fabian Schnell - economiesuisse · 2015

Quelle: Bundesamt für Statistik, eigene Berechnungen

Weiterbildungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit – dies gilt besonders für die tertiären Programme.
Das Angebot explodiert förmlich. In Anbetracht der Investition sollte man sich das passende Programm sorgfältig aussuchen.

Der Markt für tertiäre Weiterbildungen (CAS/DAS/MAS) ist bekanntermassen gross und darf sich seit Jahren über ein stetig wachsendes Interesse freuen. Die Zahl der Personen, die in der Schweiz ein entsprechendes Programm absolvieren, steigt stetig, wie Statistiken des Bundes aufzeigen. Kein Wunder, denn in einer globalisierten, sich rasch wandelnden Wirtschaftswelt dürfen Arbeitnehmer den Anschluss nicht verpassen. Bestehendes Wissen ist schnell mal nicht mehr auf dem neusten Stand und bewährte Arbeitsweisen entpuppen sich als überholt. Bei der Wahl des passenden Programms sollten sich Weiterbildungswillige allerdings - besonders in Anbetracht der recht hohen Investitionskosten - ausreichend Zeit nehmen.
Bei der Entscheidung für ein Weiterbildungsangebot sollte man sich allerdings nicht von verlockenden Statistiken verführen lassen. Zwar kann in diversen Medien immer wieder nachgelesen werden, welche Lohnsteigerungen ein MBA durchschnittlich mit sich bringt. Allerdings handelt es sich dabei um einen Durchschnittswert, der nichts darüber aussagt, wie sich das Gehalt im Einzelfall ohne MBA entwickelt hätte und wie der persönliche Hintergrund der Befragten aussieht. Besser ist es, die Entscheidung für ein spezifisches Programm im Hinblick auf die persönlichen Defizite und beruflichen Entwicklungswünsche zu fällen.
Eine zweite zentrale Frage stellt sich bezüglich der Art der Weiterbildung: Tertiäre Programme richten sich eigentlich an Hochschulabsolventen, werden aber in vielen Fällen von Personen ohne entsprechenden Hintergrund belegt. Offenbar wird oft vergessen, dass CAS und MAS keine akademische Grundausbildung ersetzen können. Personen mit einer praktischen Berufsausbildung können von einer praxisorientierten Weiterbildung unter Umständen mehr profitieren.

Zum Autor

Dr. Fabian Schnell
Projektleiter Wirtschaftspolitik & Bildung bei economiesuisse