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Weiterbildung

Die Lösung heisst Weiterbildung

Von Matthias Aebischer - Schweizerischer Verband für Weiterbildung SVEB · 2015

Ich höre die Worte der alten Sportreporter des Schweizer Fernsehens noch heute. «Computer? Ohne mich! Ich werde in fünf Jahren pensioniert.» Anfang der 1990er-Jahre begannen die jüngeren Sportjournalistinnen und -journalisten ihre Texte am Computer zu schreiben. Bald schon waren diese portabel und einige der sogenannten Laptops konnten gar Papier ausdrucken.

Ich höre die Worte der alten Sportreporter des Schweizer Fernsehens noch heute. «Computer? Ohne mich! Ich werde in fünf Jahren pensioniert.» Anfang der 1990er-Jahre begannen die jüngeren Sportjournalistinnen und -journalisten ihre Texte am Computer zu schreiben. Bald schon waren diese portabel und einige der sogenannten Laptops konnten gar Papier ausdrucken. Was heute wie ein Witz klingt, hat damals einigen der alten Garde die Zeit vor dem Ruhestand arg getrübt. Denn fünf Jahre ohne Computer schaffte keiner mehr. Zu schnell schritt die Technik voran. Einige haben sich noch einmal einen Ruck gegeben und sich den neuen Herausforderungen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) gestellt. Andere büssten Selbständigkeit ein oder liessen sich frühzeitig pensionieren.
Mangelnde Computer- oder Sprachkenntnisse sind in der heutigen Zeit ein No-Go. Trotzdem hat jeder fünfte Erwachsene, gemäss einer OECD-Studie, ungenügende oder keine IKT-Kenntnisse. Viele haben Mühe mit E-Mails, Word-Dokumenten und Doodle-Umfragen. Gerade für ältere Arbeitnehmende kann dies fatale Folgen haben. Wer sich lange durchmogelt und mit 50 Jahren plötzlich eine neue Stelle suchen muss, wird nur mit grosser Mühe den Anschluss finden. Die Lösung heisst Weiterbildung.
Dass ältere Arbeitnehmende bei der Standortbestimmung und Weiterbildung vom Arbeitgeber meist weniger Unterstützung erhalten als jüngere, ist zwar nicht gut, aber leider ein Fakt. Gerade deshalb hat sich der Schweizerische Verband für Weiterbildung SVEB zum Ziel gesetzt, die Chancengleichheit über alle Altersgruppen hinweg zu fördern. Mit finanzieller Unterstützung des Bundes hat der SVEB etwa die Plattform www.weiterbildung-in-kmu.ch erstellt. Dort erfahren Unternehmen und Arbeitnehmer, wie sie mit Weiterbildung langfristig erfolgreich und wettbewerbsfähig bleiben.
Zu hoffen, es gehe auch ohne Computer bis zur Pensionierung, ist vergeblich. Besser ist, sich mit kontinuierlicher Weiterbildung für den Arbeitsmarkt fit zu halten. Die Verantwortung dafür liegt primär beim Arbeitnehmenden selbst.

​Zum Autor

Matthias Aebischer
Nationalrat,
Präsident Schweizerischer Verband für Weiterbildung SVEB