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Arbeitnehmer schwören auf IT- und Pharmafirmen

Von Thomas Schulze · 2015

Die zufriedensten Mitarbeitenden in der Schweiz attestieren ihren Arbeit­gebern vor allem hohe Werte bei Chancengleichheit und Arbeitsklima.

IT- und Pharma-Unternehmen sind spitze in der Schweiz. Dieser Meinung sind zumindest die meisten Arbeitnehmer in der Alpenrepublik. Befragt man vor allem Wirtschaftsstudierende liegen aber auch Bank-Institute wie UBS und die Credit Suisse ganz weit vorn.

Google auf Platz 1 bei Grossunternehmen

Als wichtiger Gradmesser gilt jährlich das Arbeitgeber-Ranking des Beratungsinstituts «Great Place to Work». Auf der diesjährigen Hitliste stehen Google bei den Grossunternehmen und Rackspace International bei den kleinen Unternehmen jeweils auf Platz 1. Bei den mittleren Unternehmen belegt dagegen die Mundipharma Medical Company den ersten Platz.
Wichtige Aspekte bei der Beurteilung der Arbeitgeber durch die Arbeitnehmer sind laut «Great Place to Work» zentrale Arbeitsplatzthemen wie das Vertrauen in das Management, die Qualität der Zusammenarbeit, die Identifikation mit der Arbeit und dem Unternehmen insgesamt, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Vergütung, Gesundheitsförderung und die Work-Life-Balance.
«Die Studienergebnisse zeigen immer wieder: Die zufriedensten Mitarbeitenden attestieren ihren Arbeitgebern insbesondere hohe Werte bei der Chancengleichheit und dem generellen Arbeitsklima. Zugleich sind diese Unternehmen auch überdurchschnittlich erfolgreich in Ihrem Geschäftsfeld», heisst es bei dem Institut.

Zufriedenheit mit dem Lohn

Überdurchschnittlich zufrieden im Vergleich mit den europäischen Kollegen sind die Schweizer mit ihrem Lohn. International gesehen verfügen die Schweizer Unternehmen zudem über eine bessere Fehlerkultur und weniger unternehmenspolitische Reibereien.
Interessant im Hinblick auf den Arbeitsstandort Schweiz sind auch die Ergebnisse des «Human Capital Index 2015». Danach hat die Schweiz weltweit mit die besten Arbeitsbedingungen. In dem aktuellen Index belegt das Land hinter Finnland und Norwegen den dritten Platz. Der «Human Capital Index» betrachtet vier Bereiche: Gesundheit und Wohlbefinden, Ausbildungsstandard, Anstellungsverhältnisse sowie weitere Bedingungen wie Öffentlicher Personennahverkehr oder Kommunikationsinfrastruktur.