Sponsored Post

Unternehmensbeitrag

«Unsere Arbeitswelt wird zunehmend technisiert»

Von Donatus Berlinger, Abteilungsleiter Erwachsenenbildung, Pädagogischen Hochschule Luzern · 2017

Bildung braucht Beziehung: Mehr Digitalisierung erfordert mehr Interaktionen in Aus- und Weiterbildungen. (© Matthias Jurt)

Donatus Berlinger von der PH Luzern erläutert die wachsende Bedeutung sowie die Chancen der Digitalisierung in Weiterbildungsangeboten.

Das Thema Digitalisierung ist auch in der Erwachsenenbildung angekommen. Können Sie schildern, wie das konkret aussieht?

Dieses Thema steckt noch in den Kinderschuhen. Eingesetzt werden beispielsweise E-Learning-Plattformen. Meist werden diese jedoch nur als digitale Ablage verwendet, obwohl sie vielfältige interaktive Lernaktivitäten ermöglichen.

Vermitteln Sie denn schon jetzt Ihren Unterrichtsstoff mit speziellen Tools?

Ich experimentiere gerne mit ihnen. Einerseits, um deren Lernwirksamkeit zu erproben und andererseits, damit die Studierenden diese Instrumente kompetent handhaben und eine selbstbestimmte, kritische Haltung dazu einnehmen können.

Wie schätzen Sie die künftige Entwicklung ein?

Unsere Arbeitswelt wird in hohem Tempo weiter technisiert und digitalisiert. Davon bleibt auch die Erwachsenenbildung nicht verschont. Lernaktivitäten werden zunehmend von digitalen Medien unterstützt. Wissen wird künftig in Teilbereichen durch künstliche Intelligenz vermittelt. Viele Fertigkeiten werden in Virtual-Reality-Lernumgebungen erlernt.
Ausbildende wird es zwar weiterhin brauchen, jedoch wird sich ihre Rolle ändern:
weniger Lehre, mehr Lernbegleitung.

Welche Bedeutung hat in diesem Umfeld dann die Erwachsenen­bildung?

Erwachsenenbildner und -bildnerinnen gestalten Zukunft. Nicht die Industrie soll im Bildungsbereich den Takt vorgeben, sondern die Fachleute für das Lernen und Lehren.
Der jährlich stattfindende Weiterbildungskongress der PH Luzern gibt Antworten auf die drängenden Fragen, welche die Digitalisierung an die Berufs- und Erwachsenenbildung stellt.
Der Kongress vernetzt Menschen, die Technik in den Dienst der Bildung stellen wollen, nicht umgekehrt. Ganz nach dem Credo: Bildung braucht Beziehung.
Der nächste Kongress im August 2018 thematisiert dies mit «Softskills 4.0».

Weshalb ist es denn lohnenswert, sich pädagogisch weiterzubilden?

Erwachsenenbildner/-innen sind in vielfältigen, attraktiven Arbeitsfeldern tätig. Um die Zukunft kompetent mitgestalten zu können, sind pädagogische Weiterbildungen unumgänglich.
Die PH Luzern führt diverse Studiengänge für Dozierende und Fach- und Führungskräfte im Berufs- und Erwachsenenbildungsbereich wie etwa den CAS Erwachsenendidaktik, den CAS Projektmanagement, den CAS Bildungsdesign oder den Weiterbildungs-Master in Adult and Professional Education.

Im Interview

Donatus Berlinger
Abteilungsleiter
Erwachsenenbildung,
Pädagogischen Hochschule Luzern

www.phlu.ch