Studieren in der Schweiz

Schweizer Hochschulen überzeugen nicht nur Studierende

Von Tobias Lemser · 2018

Wer hierzulande studieren möchte, findet optimale Bedingungen vor. Das Angebot der Studiengänge
orientiert sich zudem an den aktuellen internationalen Entwicklungen.

Blickt man auf die Viten grosser Schweizer Wissenschaftler, wird eines deutlich: Ob Albert Einstein, Felix Bloch oder Jacques Dubochet, alle drei Ausnahmekönner wurden nicht nur mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, ihre Karriere begann ausserdem mit einem Studium an einer Schweizer Hochschule. Auch wenn nicht aus jedem Studierenden ein Nobelpreisträger werden kann: Wer ein Studium an einer der Schweizer Universitäten, Fachhochschulen oder Pädagogischen Hochschulen abschliesst, verfügt in seinem Lebenslauf über ein gewichtiges Highlight – eine Tatsache, die mittlerweile immer mehr ausländische Studierende erkannt haben.

Schweizer Hochschulen im Ausland beliebt

Laut der im vergangenen Jahr veröffentlichten OECD-Studie «Bildung auf einen Blick» kommen 17 Prozent aller Studentinnen und Studenten an Schweizer Hochschulen aus dem Ausland.
Das ist deutlich mehr als im gesamten OECD-Raum, wo der Anteil bei sechs Prozent liegt.
Mit sogar mehr als 50 Prozent deutlich höher liegt die Zahl der Doktorandinnen und Doktoranden aus dem Ausland. Angesagt bei den internationalen Studierenden sind vor allem die naturwissenschaftlichen Fächer.

Internationale Spitzenklasse

Dass die Schweiz auf universitärer Ebene weltweit einen guten Ruf hat – angesichts der hervorragenden Betreuung und Ausstattung sowie der international angesehenen Lehre –, beweisen die seit 2004 veröffentlichten Times Higher Education University Rankings. So konnte sich beispielsweise die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich in der Jahreswertung 2018 unter den besten zehn Universitäten der Welt platzieren. Zudem sind mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne und der Universität Basel zwei weitere Schweizer Hochschulen unter den Top 100 vertreten. An der Spitze der Rangliste steht die University of Oxford. Basis für das Ranking, wofür 1’000 höhere Bildungseinrichtungen auf der ganzen Welt in ihren Kerngebieten bewertet wurden, sind Lehre, Forschung, Wissenstransfer und internationale Ausrichtung. Spitzenplatzierungen wie diese, genauso wie im jährlichen «Shanghai-Ranking» der weltweit besten Universitäten, haben für die Schweiz einen immensen Stellenwert. Denn als kleines Land mit begrenzten natürlichen Ressourcen gilt es, die Wirtschaft mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu stärken. Basis hierfür sind vor allem die Bereiche Bildung und Innovation.

Am Puls der Zeit

Und genau hier kommt es auf die Hochschulen an: Um den Schweizer Nachwuchs für die Zukunft fit zu machen, braucht es neue Studiengänge, insbesondere rund um zukunftsträchtige Themen wie etwa Nachhaltigkeit. Beispiel: Sustainable Development, einer der wenigen hierzulande angebotenen Studiengänge der Nachhaltigkeitswissenschaften – ein Studium, das auf interdisziplinären Methoden basiert, also an der Schnittstelle zwischen Wirtschafts-, Natur- und Geisteswissenschaften ansetzt. Erdwissenschaftler wiederum sind nach einem abgeschlossenen Studium in der Lage, die komplexen Ursachen und Folgen bestimmter Umweltveränderungen zu erforschen – Beispiele für neue Studiengänge, die in branchennahen Unternehmen ganz besonders gut ankommen. Denn sind Firmen auf komplexe Fragestellungen wie die nachhaltige Beschaffung oder die Energiewende vorbereitet, ergeben sich oftmals zahlreiche Wettbewerbsvorteile.

Neuer Studiengang «Cyber-Security»

Was genauso – wenn nicht sogar noch mehr – auf den Bereich der Digitalisierung zutrifft.
Neue Trends wie Industrie 4.0 und das Internet of Things führen zu einer verstärkten Nachfrage nach Experten im Bereich der Informationssicherheit – ein entscheidender Grund, weshalb Themen wie «Information and Cyber Security» und «International IT-Management» an so manchem Informatik-Fachbereich in den Fokus rücken. Ab Herbst können künftige Cyber-Security-Studierende nicht nur lernen, wie man sichere IT-Infrastrukturen entwickelt und mit sensiblen Daten umgeht. Auch wird dann gelehrt, wie Schwachstellen in Systemen professionell zu analysieren sind und wie mit ethischen Fragen adäquat umzugehen ist. Fakt ist: Wer in der Schweiz ein Studium aufnehmen möchte, hat die Qual der Wahl unter zahlreichen weltweit angesehenen Hochschulen, die die aktuellen Trends aufnehmen und entsprechende Studiengänge anbieten. Stellen doch diese neuen Wissensfelder aufgrund ihrer Aktualität zudem glänzende Berufschancen in Aussicht.