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Industrie

Eine Chance für die Industrie

Von Thomas Schulze · 2016

Schweizer Unternehmen sehen grossteils in der Digitaliserung einen Nutzen – auch im Mittelstand. Viele Projekte wurden schon gestartet. Aber damit steigen auch die Anforderungen an Mitarbeitende.

Swissmem-Präsident Hans Hess ist sicher: «Die Digitalisierung ist eine Chance für die Schweizer Industrie.» Er ist überzeugt, dass sie einen entscheidenden Beitrag leisten wird, damit der Werkplatz Schweiz trotz starkem Franken, hohen Kosten und Löhnen auch künftig erfolgreich sein kann. 
Hess muss es wissen, führt sein Verband, der die schweizerische Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie sowie verwandte technologieorientierte Branchen vereint, schon seit drei Jahren Veranstaltungen zum Thema Digitalisierung und Industrie 4.0 durch. Die Industrie sei inzwischen hochautomatisiert und wesentlich innovativer geworden. Zudem verfüge die Schweiz dank des herausragenden Bildungssystems über viele sehr gut qualifizierte Fachkräfte. 
Nach einer aktuellen Umfrage des Verbandes bei seinen Mitgliedern sehen insgesamt 82 Prozent der Firmen aus der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) in der Digitalisierung einen Nutzen. Davon sind 76 Prozent der Betriebe bereits aktiv geworden. Mit je 50 Prozent Zustimmung liegen den Firmen zufolge die grössten Potenziale in den drei Bereichen Produktivitätssteigerung, Erhöhung der Ressourcen- und Prozesseffizienz sowie Schaffung von zusätzlichem Kundennutzen. 

Viele Projekte auch in KMU

Die Unternehmen erkennen nicht nur das Potenzial. Sie sind auch dabei, dieses zu nutzen. 1'225 Projekte sind in den 373 Firmen, die an der Befragung teilgenommen haben, bereits umgesetzt worden oder in Arbeit beziehungsweise in Planung. 58 Prozent dieser Projekte sind in KMU angesiedelt. Diese Zahlen belegen, dass Industrie 4.0 in der Schweizer Industrie angekommen ist und dass die Digitalisierung für KMU genauso relevant ist wie für Grossfirmen. 
Auch in der Schweiz macht die Digitalisierung die Arbeit in der Industrie anspruchsvoller und vielseitiger. Dadurch steigen die Anforderungen an die Flexibilität und die Qualifikation von Mitarbeitenden sowie Führungskräften. So gelten in der MEM-Industrie eine hervorragende Grundbildung sowie Investitionen in die berufliche Aus- und Weiterbildung als eine entscheidende Voraussetzung, um den Wandel erfolgreich zu gestalten. Längst fällig ist entsprechend schon in der Schule die Aufwertung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Neben der Berufsbildung liegt ein Schwerpunkt in der Weiterbildung der Mitarbeitenden über 40 Jahren. «Neues Wissen gepaart mit langjähriger Erfahrung ± das ist die Erfolgsformel der Digitalisierung», sagt Hans Hess.