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Digitalisierung des Arbeitsmarkts

Der Mensch am digitalen Arbeitsplatz

Von Sven Bühler - icommit · 2016

Sven Bühler, Geschäftsführer des Befragungsinstituts icommit, zu Herausforderungen und Chancen durch die Digitalisierung des Arbeitsmarkts Schweiz.

Wir tragen Armbänder, die unseren Herzschlag und unsere Bewegungen messen, können die Zimmerbeleuchtung mit unserem Smartphone steuern, beim Fernsehgucken den Film anhalten und Dank Streaming-Diensten aus einer scheinbar endlosen Vielfalt an Musik und Unterhaltung auswählen. Im Alltag sind wir längst im digitalen Zeitalter angekommen: Mehr als drei Viertel der schweizerischen Bevölkerung zwischen 15 und 74 Jahren besitzt ein Smartphone, wie Comparis
Anfang diesen Jahres ermittelt hat. Und das Wachstum ist noch immer nicht abgeschlossen.

Digitalisierung der Arbeit

Die grösste Mitarbeiterbefragung der Schweiz wäre ohne digitale Datenverarbeitung längst undenkbar. Für die Studie zum Swiss Arbeitgeber Award 2016 wurden 45`680 Mitarbeitende aus 151 Unternehmen in der Schweiz und Liechtenstein befragt. Aus über zweieinhalb Millionen Einzelwerten wurden die Benchmarks errechnet, auf denen die Rangliste der besten Arbeitgeber basiert. In den vergangenen vier Jahren hat sich der Anteil der Personen, die den Fragebogen online ausfüllen, mehr als verdoppelt. 2016 haben 69 Prozent der Befragten elektronisch teilgenommen.
Auch am Arbeitsplatz lässt sich der voranschreitende Einzug der Digitalisierung beobachten. Um als Wirtschaftsstandort im internationalen Vergleich mithalten zu können, muss sich die Schweiz mit dem Potenzial digitaler Anwendungen auseinandersetzen. Somit kommen Schweizer Unternehmen kaum um das Thema Digitalisierung herum. Brisant wird der digitale Wandel  allerdings aufgrund des  anhaltenden Fachkräftemangels in der Informatik. Spezialisiertes Personal ist rar und begehrt. Hier scheint es sinnvoll, in die Fähigkeiten der bereits vorhandenen Arbeitskräfte zu investieren. Die neulancierte Initiative Education Digital nimmt diesen Bedarf wahr und stellt die entsprechenden Inputs zur Verfügung. Auf der nicht-kommerziellen Schweizer Webplattform können sich Personalverantwortliche und Mitarbeitende zum Aus- und Weiterbildungsangebot im digitalen Bereich informieren.

Zukunftschance Weiterbildung

Mitarbeiterförderung und Wissensmanagement gehören zweifelsohne zu den Bereichen, in denen sich Top-Arbeitgeber von den übrigen abheben. Die zwölf Höchstplatzierten beim Swiss Arbeitgeber Award 2016 liegen hier auf einer Skala von 0 bis 100 rund 8 Punkte über dem Durchschnitt aller teilnehmenden Unternehmen. Die Digitalisierung am Arbeitsplatz betrifft eine Reihe an weiteren Faktoren, die sich auf die Zufriedenheit und das Commitment der Mitarbeitenden auswirken. Elektronische Hilfsmittel können Strukturen und Abläufe erleichtern und direktere Informationswege schaffen. Richtig eingesetzt können digitale Kommunikationsmittel die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben fördern, indem sie flexible Arrangements in Bezug auf Arbeits-Zeit und -Ort ermöglichen. Wie der digitale Arbeitsplatz in der Realität aussehen kann, verraten spannende Einblicke ins Human Ressources Management der Schweizerischen Post.
Im Zusammenhang mit Digitalisierung geht es letztendlich immer um die Verarbeitung und den Austausch von Informationen. All das wäre wertlos ohne die entsprechenden Netzwerke. Das Team von Impact Hub Zurich hat das erkannt und ein gleichsam spannendes wie vielversprechendes Projekt ins Leben gerufen: Das Kickstart Accelerator Programm verbindet rund 30 internationale Top-Start-ups, die aus mehr als 850 Bewerbungen ausgewählt wurden, mit etablierten Schweizer Grossunternehmen und Hochschulen. Während eines elfwöchigen Workshops haben die Start-ups Gelegenheit, von den Erfahrenen zu lernen und mit dem Innovations-Ecosystem der Schweiz in Kontakt zu kommen.
Mit BRACK.CH hat es dieses Jahr ein ehemaliges Start-up aus der Elektronik-Branche an die Spitze des Swiss Arbeitgeber Awards geschafft (1. Rang in der Kategorie der mittelgrossen Unternehmen mit 250 bis 999 Mitarbeitenden). Das zeigt, dass es auch im digitalen Business möglich ist, mit den vielen Veränderungen in der Branche dynamisch umzugehen, ohne dass die Zufriedenheit der Mitarbeitenden darunter leidet. Das Erfolgsgeheimnis von CEO Roland Brack: die familiäre Kultur eines Kleinunternehmens zu erhalten, während dieses über sich selbst hinaus gewachsen ist.
Welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Bedingungen für die Mitarbeitenden hat und wie sich der Arbeitsmarkt Schweiz dadurch verändert, können wir im Moment nur erahnen. Bei aller Begeisterung für die Technik bleibt eines klar: Diese muss im Dienste der Menschen stehen, die sie verwenden, und nicht umgekehrt. Die Mitarbeitenden haben das letzte Wort.

Swiss Arbeitgeber Award

ist eine Benchmarking-Initiative auf Basis der grössten Mitarbeiterbefragung der Schweiz.
Die vollständige Rangliste und weitere
Informationen finden Sie unter:
www.swiss-arbeitgeber-award.ch

Zum Autor

Sven Bühler
Geschäftsführer
icommit
(durchführendes Institut des Swiss Arbeitgeber Awards)
www.icommit.ch